Allgemein, Materialkunde

PLEXIGLAS® – auch nach der Nutzung noch ein Wertstoff

© Bild von Freepik
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Im Vergleich zu anderen Kunststoff-Werkstoffen mit geringerer chemischer Beständigkeit ist der CO²-Fussabdruck von PMMA über die gesamte Lebenszeit deutlich geringer. Gezielte Recyclingkonzepte mit hohem qualitativen Anspruch an die Verarbeitung hin zum Granulat reduzieren den Carbon-Footprint weiter. «PMMA ist ein extrem haltbarer Stoff, der am Ende seiner Lebenszeit als Produkt – die richtigen Prozesse vorausgesetzt – wieder nahtlos in der Fertigung nahezu gleichwertiger Produkte eingesetzt werden kann.»

Zur Wiederverwertung werden die allermeisten Kunststoffe zerkleinert, eingeschmolzen und danach in andere, geringerwertige Produkte umgewandelt, sogenanntes Downcycling. PLEXIGLAS® Produkte hingegen können durch chemisches Recycling wieder in ihre Ausgangsbausteine zerlegt werden, um daraus neue Platten, Rohre, Stäbe etc. herzustellen – bei nahezu gleichbleibender Produktqualität. Bei diesem Verfahren, das nur für sehr wenige Kunststoffe möglich ist, werden Ressourcen eingespart und Abfälle vermieden.

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© Röhm GmbH – Acrylic Products

Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen

Die Kreislaufwirtschaft ist eine nachhaltigere Alternative zur traditionellen linearen Wirtschaft, die dem Ablauf von Herstellen, Nutzen, Entsorgen folgt. Im Unterschied dazu werden in einer Kreislaufwirtschaft – stark vereinfacht gesagt – die eingesetzten Ressourcen möglichst lange genutzt und nach der Lebensdauer einer Ware wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt.

Diesen Ansatz stellt beispielsweise die Europäische Kommission ins Zentrum ihrer «Europäischen Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft». Aber auch der Verband der Kunststofferzeuger, PlasticsEurope, sieht in einer Selbstverpflichtung die Kreislaufwirtschaft als zentralen Ansatz, um nachhaltiger mit Ressourcen umzugehen.

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© Röhm GmbH – Acrylic Products

Nicht verschwenden, Wiederverwerten!

Mehr als 40 Prozent der europaweiten Kunststoffabfälle wurden 2018 zur Energiegewinnung verbrannt. Ziel sowohl der Kunststoffbranche als auch der Kunststoffstrategie der Europäischen Kommission ist es jedoch, die Wiederverwertungsquote von Kunststoffen zu erhöhen.

PLEXIGLAS® kann einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten und dabei helfen, eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Zukunft zu gestalten. Denn:

  • Vermeiden geht vor Wiederverwenden: PLEXIGLAS® hilft Abfälle zu reduzieren, weil es langlebig in der Anwendung ist.
  • Sachgerecht entsorgen: PLEXIGLAS® ist kein Sondermüll und lässt sich problemlos in den Verwertungskreislauf zurückführen.
  • Nicht verschwenden, Wiederverwerten: PLEXIGLAS® kann in seine Ausgangsbausteine zerlegt werden, um daraus neue PLEXIGLAS® Produkte herzustellen.
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© Röhm GmbH – Acrylic Products

Recycling von Schutzfolien

Quelle: www.plexiglas.de

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